{"id":4424,"date":"2019-04-08T12:33:32","date_gmt":"2019-04-08T10:33:32","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.wi-lex.de\/index.php\/produktdatenmanagement\/"},"modified":"2021-05-18T15:08:50","modified_gmt":"2021-05-18T13:08:50","slug":"produktdatenmanagement","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wi-lex.de\/lexikon\/inner-und-ueberbetriebliche-informationssysteme\/sektorspezifische-anwendungssysteme\/produktdatenmanagement\/","title":{"rendered":"Produktdatenmanagement"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"Ralph Stelzer\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/autoren\/autorenverzeichnis\/stelzer-prof-dr-ing-ralph\/\">Ralph Stelzer<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"JUSTIFY\"><em>Produktdatenmanagement (Product Data Management oder auch PDM) ist das Management des Produkt- und Prozessmodells mit der Zielsetzung, eindeutige und reproduzierbare Produktkonfigurationen zu erzeugen. [Eigner, Stelzer 2009]<\/em><\/p>\n<h2>Entstehung<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\">Produktdatenmanagement und das darauf aufbauende <a class=\"internal-link\" title=\"PLM (Product Lifecycle Management)\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/inner-und-ueberbetriebliche-informationssysteme\/sektorspezifische-anwendungssysteme\/plm-product-lifecycle-management\/\">Product Lifecycle Management (PLM)<\/a> sind die zentralen IT-L\u00f6sungen f\u00fcr den Produktentwicklungs und den Produktentstehungsprozess. Die ersten PDM-L\u00f6sungen kamen in der Mitte der 80er Jahre auf dem Markt. Sie entstanden h\u00e4ufig im Umfeld von Dokumentenmanagement, CAD- und <a class=\"internal-link\" title=\"Enterprise Resource Planning-System\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/inner-und-ueberbetriebliche-informationssysteme\/sektorspezifische-anwendungssysteme\/enterprise-resource-planning\/enterprise-resource-planning-system\/\">ERP<\/a>-Systemen aus der Problematik, die zunehmenden <a class=\"internal-link\" title=\"Rechnerunterst\u00fctzte Entwicklung (CAE\/CAD)\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/inner-und-ueberbetriebliche-informationssysteme\/sektorspezifische-anwendungssysteme\/computer-integrated-manufacturing-cim\/rechnerunterstuetzte-entwicklung-cae-cad\/\">CAD<\/a>-Dokumente parallel mit gescannten Papierdokumenten\u00a0 in einer dem herk\u00f6mmlichen Zeichnungsarchiv entsprechenden Form zu verwalten. Durch die st\u00e4rkere Verbreitung der 3D-Arbeitstechnik ergaben sich zus\u00e4tzlich eine st\u00e4rkere und zwangsl\u00e4ufige Anbindung an die Produktstruktur und damit auch an das Freigabe- und \u00c4nderungswesen, Versionsverwaltung und Konfigurationsmanagement. Die typische Einsatzbreite von PDM war gekennzeichnet durch die Beschr\u00e4nkung auf abteilungsspezifische Entwicklungs und Konstruktionst\u00e4tigkeiten. PLM-L\u00f6sungen hatten im Kern identische Funktionen wie PDM-Systeme. Durch die Anwendung \u00fcber den gesamten Produktlebenszyklus ergaben sich zwangsl\u00e4ufig \u00fcber die verschiedenen Auspr\u00e4gungen der Produktstruktur entlang den Produktlebenszyklusphasen auch zus\u00e4tzliche Anwendungen, z.B. Anforderungs-, Funktions-, Wartungs-, Service und Ersatzteilmanagement sowie Erweiterungen des Konfigurationsmanagements. Au\u00dferdem ist in Erweiterung zu PDM die Internet-basierende Einbindung von Kunden und Zulieferern in Form einer Engineering Collaboration Plattform Teil einer PLM-L\u00f6sung.<\/p>\n<h2>Begriffsbestimmung<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\">Wenn neue Anwendungen auf dem Markt erscheinen, sind diese zun\u00e4chst durch eine hohe Begriffsvielfalt gekennzeichnet. Mitte der 90er Jahre hat sich dann aber die Abk\u00fcrzung PDM durchgesetzt. PDM wurde verstanden als das Management von produktdefinierenden Daten (Produktmodell) in Verbindung mit der Abbildung und dem Management von technischen\/organisatorischen <a class=\"internal-link\" title=\"Gesch\u00e4ftsprozessmodellierung\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/entwicklung-und-management-von-informationssystemen\/systementwicklung\/hauptaktivitaeten-der-systementwicklung\/problemanalyse\/geschaeftsprozessmodellierung\/\">Gesch\u00e4ftsprozessen<\/a> (Prozessmodell) sowohl im Bereich \u201eDiscrete Manufacturing\u201c (produzierender Industriebereich: Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau, Aerospace, Konsumg\u00fcter,&#8230;) als auch im sog. \u201eNon Discrete Manufacturing\u201c Bereich (Chemie, Energieversorger, Utility and Facility Management von Kommunen und Banken,&#8230;). Produkt- und Prozessmanagement zusammen erlauben die l\u00fcckenlose Rekonfiguration beliebiger Konstruktions- und Fertigungsst\u00e4nde \u00fcber den gesamten Produktlebenszyklus (Konfigurationsmodell).<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der Begriff EDM als \u201eEngineering Document Management\u201c wurde verwendet f\u00fcr Applikationen, die schwerpunktm\u00e4\u00dfig digitalisierte Papierdokumente und\/oder nicht produktbezogene Dokumente verwalten. Allen diesen Anwendungen gemeinsam ist, dass keine Zuordnung zu Produktstrukturen erfolgt. EDM als \u201eEngineering Data Management\u201c wurde auch fr\u00fcher parallel und gleichbedeutend zu PDM verwendet.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Unter Produkt- und <a class=\"internal-link\" title=\"Dokumentenmanagement\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/informations-daten-und-wissensmanagement\/datenmanagement\/datenmanagement-konzepte-des\/dokumentenmanagement\/\">Dokumentenmanagement<\/a> wird schwerpunktm\u00e4\u00dfig die Zuordnung von beliebigen IT- oder manuell erzeugten Dokumenten, z.B. 2D-Zeichnungen, 3D-Modelle, textuelle Dokumente, Berechnungsergebnisse zu Produktstamm- und -strukturdaten bzw. Projektdaten verstanden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Da heute PDM-Komponenten sowohl Bestandteil vieler CAD-Systeme sind und auch in ERP-Systemen aufgenommen wurden ergeben sich teilweise recht aufwendige Systemstrukturen. Man unterscheidet meist zwischen lokalen Systemen, die im CAD-Umfeld eingebettet sind, der Verwaltung der CAD-Modellstrukturen dienen und h\u00e4ufig direkter Bestandteil der CAD-L\u00f6sung sind von zentralen Systemen, die der unternehmensweiten Zusammenf\u00fchrung der Produktdaten dienen. Die lokalen Systeme werden auch Team Data Management-Systemen (TDM) genannt. Die zentralen Systeme nennt man Enterprise-PDM.<\/p>\n<h2>Architektur<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\">Abb. 1 zeigt die grunds\u00e4tzlichen Beziehungen ausgew\u00e4hlter Objekte eines PDM-Systems. Dabei unterscheidet man zun\u00e4chst zwischen Dokumenten (alle Informationscontainer die die in den unterschiedlichen Autorensystemen, wie z.B. CAD erzeugten Modelle enthalten), Artikeln (Komponenten des Produktes) und Projekten (Objekte zur aufgabenorientierten Gliederung eines Produktes, z.B. in Form eines Entwicklungsprojektes). Es existieren beliebige Beziehungen zwischen Dokumenten-, Artikel- und Projektdaten. W\u00e4rend die Dokumentenstruktur in den meisten F\u00e4llen von der im CAD-System erzeugten Modellstruktur vorgegeben wird (Assemblystruktur) spiegelt die Artikelstruktur die Struktur des Produktes wider. Sie entspricht damit den Aussagen einer klassischen <a class=\"internal-link\" title=\"St\u00fcckliste\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/inner-und-ueberbetriebliche-informationssysteme\/sektorspezifische-anwendungssysteme\/produktionsplanungs-und-steuerungssystem\/pps-system-stammdaten\/stueckliste\/\">St\u00fcckliste<\/a>. Im praktischen Einsatz der PDM-Systeme ist die Abbildung der verschiedenen Strukturen recht schwierig, da zum einen weder Dokumenten- und Artikelstruktur identisch sein m\u00fcssen. Zum anderen werden auch verschiedene Strukturen des Produktes ben\u00f6tigt (z.B. funktionelle Struktur; fertigungsorientierte Struktur u.a.). Die physikalischen Files der Dokumente (z.B. die CAD-Modellfiles) werden meist von der Datenbank getrennt gespeichert und in sogenannten electronic vaults abgelegt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"image-inline image-inline\" src=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Produktdatenmanagement1.png\" width=\"600\" height=\"298\" \/><\/p>\n<p class=\"wl_beschriftung\">Abb. 1 Grundobjekte des Produktmodelles als zentrale Komponente im PDM<\/p>\n<h2>Funktions\u00fcberblick<\/h2>\n<p align=\"JUSTIFY\">Projektmanagement ist das Gliedern und Delegieren von Aufgaben. <a class=\"internal-link\" title=\"Prozessmanagement\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/informations-daten-und-wissensmanagement\/informationsmanagement\/informationsmanagement-aufgaben-des\/prozessmanagement-business-process-management\/\">Prozessmanagement<\/a> beschreibt die Wechselwirkung zwischen Aufgaben bzw. Abl\u00e4ufen und Informationen. Prozessmanagementsysteme erf\u00fcllen drei Funktionen [Hewlett-Packard 1993]:<\/p>\n<ul class=\"wl_bullet_me\">\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Verwalten der Informationsbearbeitung (Arbeitsmanagement)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Steuerung des Informationsflusses zwischen den am Prozess beteiligten Mitarbeitern (<a class=\"internal-link\" title=\"Workflow-Management-System\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/entwicklung-und-management-von-informationssystemen\/systementwicklung\/softwarearchitektur\/middleware\/workflow-management-system\/\">Workflow Management<\/a>)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Verfolgung aller Ereignisse und \u00c4nderungen w\u00e4hrend der vorgenannten Punkte im Zuge der Prozessabwicklung (Arbeitsprotokollverwaltung)<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"JUSTIFY\">Arbeitsmanagement erlaubt die fortlaufende Erfassung aller \u00c4nderungen und Erg\u00e4nzungen durch sog. Versionen. Diese k\u00f6nnen nach Bedarf abgerufen werden, wodurch sich ein beliebiger fr\u00fcherer Zustand des Produktmodells abrufen und damit wiederherstellen l\u00e4sst. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr das sog. Konfigurationsmanagement.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Prozessmanagement (Management des Prozessmodells) bezeichnet die Anwendung der Gesch\u00e4ftsprozesse auf das Produktmodell. Damit wird das Produktmodell dynamisiert, das bedeutet, dass zeitliche Ver\u00e4nderungen des Produktmodells abgebildet, verwaltet und dokumentiert werden.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Bei PDM-Systemen ist die Komponente des Workflow-Managements h\u00e4ufig am st\u00e4rksten ausgepr\u00e4gt. Bestandteil von <a class=\"internal-link\" title=\"Workflow-Management-System\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/entwicklung-und-management-von-informationssystemen\/systementwicklung\/softwarearchitektur\/middleware\/workflow-management-system\/\">Workflow-Systemen<\/a> sind Werkzeuge zur interaktiven grafischen Beschreibung der parallelen und\/oder sequentiellen Abl\u00e4ufe. Weitere Hilfsmittel der <a class=\"internal-link\" title=\"Workflow-Modellierung\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/entwicklung-und-management-von-informationssystemen\/systementwicklung\/hauptaktivitaeten-der-systementwicklung\/problemanalyse\/workflow-modellierung\/\">Workflow-Gestaltung<\/a> sind elektronische Umlaufmappen (Folder) inklusive leistungsf\u00e4higer Methoden zur Belegung, Verteilung und zum Mailing sowie sog. \u201eTrigger\u201c oder \u201euser exits\u201c, mit deren Hilfe Methoden zugewiesen werden (Abb. 2).<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"image-inline image-inline\" src=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Produktdatenmanagement2.png\" width=\"494\" height=\"288\" \/><\/p>\n<p class=\"wl_beschriftung\">Abb. 2: Abbildung von Workflows in einem CASE-Tool<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Bisher waren die vorgestellten Hilfsmittel und Werkzeuge nur in der Lage, die zeitlichen \u00c4nderungen am Produktmodell zu verfolgen und zu rekonstruieren. Mit der Arbeitsprotokollverwaltung ist es auch m\u00f6glich, alle im Prozess durchlaufenden Zust\u00e4nde, Bearbeiter und angewandten Methoden zu protokollieren. Damit erschlie\u00dft sich eine weitere Informationsquelle f\u00fcr Revisionen. Die Durchf\u00fchrung von Produktmodell- und Prozesskontrollen zum Zweck der l\u00fcckenlosen Nachverfolgung ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die Erf\u00fcllung internationaler Qualit\u00e4tsnormen im Sinne des Konfigurationsmanagements.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Konfigurationsmanagement oder englisch Configuration Management (CM) ist die logische Konsequenz eines durchg\u00e4ngig eingef\u00fchrten Produkt- und Prozessmanagements. Es ist die systemtechnische Methode zur Verwaltung des Konfigurationsmodells. CM-Techniken wurden urspr\u00fcnglich in der Luft- und Raumfahrt sowie im milit\u00e4rischen Bereich entwickelt. Inzwischen nutzen aber immer mehr Unternehmen au\u00dferhalb dieses Marktsegmentes CM, um den kompletten Lebenszyklus ihrer Produkte zu \u00fcberwachen. Die Richtlinien f\u00fcr CM sind in der ISO 10007 definiert. Gem\u00e4\u00df dieser Norm versteht sich CM als Managementdisziplin, die \u00fcber die gesamte Lebensdauer eines Produktes angewandt wird, um die Transparenz und \u00dcberwachung seiner funktionellen und physikalischen Merkmale sicherzustellen [Eigner, Haesner 1998; David 1999]. Letztendlich zielen alle Aktivit\u00e4ten im Zusammenhang des Konfigurationsmanagements darauf ab, zu jedem Zeitpunkt des Lebenslaufes eines Produktes \u00fcber seinen aktuellen Bauzustand (= Konfiguration) Auskunft zu geben. Zus\u00e4tzlich liegen Informationen dar\u00fcber vor, welche Ma\u00dfnahmen den gerade aktuellen Bauzustand verursacht haben. Diese Nachweisf\u00fchrung ist im Zuge der verst\u00e4rkt angewandten Produkthaftung von gro\u00dfer Bedeutung.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Identifizierung eines Bauzustandes erfolgt \u00fcber die sog. G\u00fcltigkeit oder englisch Effectivity. Diese bestimmt sich je nach Anwendungsfall aus:<\/p>\n<ul class=\"wl_bullet_me\">\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">dem Datum oder dem \u00c4nderungsindex (vorwiegend Konsumg\u00fcter bzw. Produkte in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen) oder zus\u00e4tzlich aus<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">der sog. Serialnummer, einer fortlaufenden Nummer f\u00fcr jedes hergestellte Erzeugnis, Baugruppe oder Einzelteil (vorwiegend f\u00fcr Investitionsg\u00fcter in Kleinserie im sicherheits-relevanten Bereich, wie z.B. Aerospace, Transportation, Defense)<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Zusammenh\u00e4nge zwischen der Produkt- und Dokumentenstruktur \u00fcber der G\u00fcltigkeitsachse sind Abb. 3 zu entnehmen. In der Regel decken PDM-Systeme nur einen Teil des Konfigurationsmanagements ab. Eine Unterst\u00fctzung der Serialnummer ist zum Beispiel eher die Ausnahme.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Konfigurationen der Vergangenheit entsprechen allen jemals konstruierten und\/oder gefertigten Bauzust\u00e4nden. Die Konfiguration der Gegenwart ist die gerade aktuell gefertigte Erzeugnisversion. Zuk\u00fcnftige Konfigurationen sind Produkt- und Dokumentenstrukturen, die sich gerade in \u00c4nderung befinden, aber noch nicht zur Produktion freigegeben sind.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"image-inline image-inline\" src=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Produktdatenmanagement3.png\" alt=\"Abb. 3 Konfigurationsmanagement als Summe aller Produktmodelle \" width=\"500\" height=\"293\" \/><\/p>\n<p class=\"wl_beschriftung\">Abb. 3 Konfigurationsmanagement als Summe aller Produktmodelle<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ein grober \u00dcberblick \u00fcber anwendungsorientierte Funktionen eines PDM-Systems zeigt Abb. 4. Die technische Stamm- und St\u00fccklistenverwaltung, das Dokumentenmanagement und die Funktionen der Klassifizierung durch Gruppentechnik sind meist als Standardfunktionen in allen markt\u00fcblichen PDM-Systemen enthalten. Ein vollst\u00e4ndiges Konfigurations- und Projektmanagement, Publishing, Archivierungs- und Backup-Funktionen sind eher die Ausnahme. Neben der Vollst\u00e4ndigkeit der Anwendungsfunktionen unterscheiden sich PDM-Systeme vor allem in der Bedienoberfl\u00e4che, dem sog. graphical user interface\u00a0 (GUI). Heute \u00fcblich sind GUIs auf der Basis des Microsoft \u201eLook and Feel\u201c und auf der Basis von HTML oder <a class=\"internal-link\" title=\"Java\" href=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/index.php\/lexikon\/technologische-und-methodische-grundlagen\/sprache\/programmiersprache\/java\/\">JAVA<\/a> als WEB basierende Bedienoberfl\u00e4che. Die Browser Technologie wird dabei zur grafischen Darstellung der im PDM- System verwalteten Objektstrukturen verwendet. Thumbnails \u2013 verkleinerte grafische Abbilder der Originaldokumente \u2013 unterst\u00fctzen den Ingenieur bei der Suche von Objekten.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"image-inline image-inline\" src=\"https:\/\/www.wi-lex.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Produktdatenmanagement4.png\" alt=\"Abb. 4 Grundfunktionen eines PDM-Systems\" width=\"500\" height=\"362\" \/><\/p>\n<p class=\"wl_beschriftung\">\u00a0Abb. 4 Grundfunktionen eines PDM-Systems<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>David, D. Lyon: Practical CM \u2013 Best Configuration Management Practices for the Twenty First Century. 2. Auflage. RAVEN Publishing Company, 1999.<\/p>\n<p>Eigner, M.; Haesner, D.: Konfigurationsmanagement als integrierter Teil von PDM. In: EDM-Report 6 1998, 3.<\/p>\n<p>Eigner, M.; Stelzer, R.: Product Lifecycle Management. Ein Leitfaden f\u00fcr Product Development und Lifecycle Management. 2. Auflage. Springer Verlag : Berlin Heidelberg, 2009.<\/p>\n<p>Hewlett-Packard: Engineering Data Management \u2013 Das Umfeld f\u00fcr die fortschrittliche Produktentwicklung. Hewlett-Packard Company Eigendruck, 1993<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ralph Stelzer Produktdatenmanagement (Product Data Management oder auch PDM) ist das Management des Produkt- und Prozessmodells mit der Zielsetzung, eindeutige und reproduzierbare Produktkonfigurationen zu erzeugen. [Eigner, Stelzer 2009] Entstehung Produktdatenmanagement und das darauf aufbauende Product Lifecycle Management (PLM) sind die <a href=\"https:\/\/wi-lex.de\/lexikon\/inner-und-ueberbetriebliche-informationssysteme\/sektorspezifische-anwendungssysteme\/produktdatenmanagement\/\" class=\"read-more\">Read More &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":568,"featured_media":0,"parent":9320,"menu_order":13,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4424","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4424","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/568"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4424"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4424\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14209,"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4424\/revisions\/14209"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/9320"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wi-lex.de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4424"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}