Benutzerspezifische Werkzeuge

Enterprise Content Management

Enterprise Content Management (ECM) bezeichnet das unternehmensweite Management von Informationen und stellt einen Überbegriff für eine Fülle verschiedener Technologien dar [Eggert 2007].

Unternehmen produzieren eine erhebliche Menge an Informationen entlang ihrer Geschäftsprozesse.  Enterprise Content Management verfolgt den Ansatz aus, alle Unternehmensinformationen auf einer einheitlichen Plattform zur internen und auch zur externen Nutzung bereitzustellen.
Ein Großteil der im Geschäftsprozess benötigten Informationen liegt in unstrukturierter Form, bspw. als E-Mails, Word-Dokumente, Grafiken oder Multimediadateien in unterschiedlichen Anwendungen vor. Suche und Anforderung von Informationen stellen einen zusätzlichen Zeitaufwand für jeden einzelnen Mitarbeiter dar, der durch den Einsatz von ECM-Systemen vermieden werden soll.
ECM verbindet Technologien, mit denen der unternehmensweite Content während des gesamten Enterprise-Content-Lifecycle (Erstellen, Verwalten/Verbinden, Veröffentlichen, Wiederverwenden, Speichern, Archivieren und Löschen) effizient verwaltet werden kann, um damit in allen Geschäftsprozessen eines Unternehmens zur Verfügung zu stehen. ECM soll die unstrukturierte Informationsversorgung der Mitarbeiter und Kunden eines Unternehmens und die Reaktionsfähigkeit und -geschwindigkeit auf wirtschaftliche Veränderungen verbessern [Eggert, Gronau 2008].
In den letzten Jahren haben sich ECM-Lösungen ähnlich wie ERP-Systeme zu unternehmensweiten Anwendungssystemen entwickelt.
Hauptaufgabe von ECM-Lösungen das systematische Management der geschäftlichen Informationen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Wesentliche Aspekte dabei sind [Eggert 2007]:

  • Zentrale Verwaltung von Dokumenten
  • Medienneutrale Datenhaltung
  • Nahtlose Integration in Prozesse
  • Unterstützung relevanter Ausgabemedien
  • Generischer Import von Fremddaten
  • Unterstützung der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit. 

Aus diesen Aufgaben ergeben sich bestimmte Mindestanforderungen an die Anbieter von
ECM-Systemen [Eggert 2007]. Darunter zählen unter anderem:

  • das Erstellen eines mehrstufigen Workflows zur Veröffentlichung von Inhalten
  • das Entwickeln einer möglichst benutzerfreundlichen Oberfläche
  • der reibungslose Import von Inhalten aus bestehenden Systemen
  • die Verteilung der Inhalte.

 

Literatur

Eggert, Sandy: Enterprise Content Management. In Gronau, N. (Hrsg.): Reihe Wirtschaftinformatik, Band 6. GITO-Verlag: Berlin, 2007.

Eggert, Sandy; Gronau, Norbert: Erhöhung der Wandlungsfähigkeit von ECM-Lösungen unter Verwendung kartographischer Gestaltungsmittel. In: Bichler, M., Hess, T., Krcmar, H., Lechner, U., Matthes, F., Picot, A., Speitkamp, B., Wolf, P. (Hrsg.): Proceedings of the Multikonferenz Wirtschaftsinformatik (MKWI).  München, 2008.

 

Autor


 

Prof. Dr. Norbert Gronau, Universität Potsdam, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government, August-Bebel-Strasse 89, 14482 Potsdam

Autoreninfo


Zuletzt bearbeitet: 26.09.2014 14:13
Letzter Abruf: 20.09.2017 16:47
Artikelaktionen